Velokurierdienst im Kanton Bern

Unser Arbeitsplatz sind die Strassen in und rund um die Stadt Bern. Wir liefern alles Mögliche, von der Expresslieferung des vergessenen Haustürschlüssels bis zur regelmässigen Grosslieferung für den Mittagstisch einer Tagesstätte. Wir arbeiten alle Teilzeit von Montag bis Samstag und leisten zusammen 120 Stellenprozente. Als Kollektiv verbindet uns die Begeisterung fürs Velo und unser Engagement für unsere Mitarbeitenden und unsere Sicherheit und Gesundheit. Unsere grösste Herausforderung ist der Umgang mit Zeitdruck. Hinzu kommen die Gefahren des Strassenverkehrs, insbesondere beim Fahren mit dem Lastenrad. 

Zwei Kurierfahrende mit Velohelmen schauen in die Kamera.
Unternehmen
Ultrakurier Bern, Bern
Gründungsjahr
2026
Anzahl Mitarbeitende
12

Einen sicheren Einstieg bieten

Das Fahrgefühl eines voll bepackten Lastenrads unterscheidet sich von einem normalen Velo. Deshalb nehmen wir uns für die Einarbeitung unserer neuen Mitarbeitenden genügend Zeit, damit sie von Anfang an sicher im Verkehr unterwegs sind. So drehen sie z.B. zuerst eine Testfahrt auf dem ungewohnten Gefährt. Ein zertifizierter Velohelm, Velohosen und geschlossene Schuhe sind für uns alle selbstverständlich ab der ersten Fahrt. Wir achten auch auf saisonale Begebenheiten. Im Sommer beispielsweise gehören Sonnencreme, eine volle Wasserflasche und unser Käppli als Sonnenschutz unter dem Helm dazu.
Um den anfänglichen Druck zu reduzieren, teilen wir neuen Teammitgliedern leichtere Aufträge ohne engen Zeitplan zu. Sie sollen in Ruhe ihr Velo beladen und fahren können. Ausserdem achten wir darauf, dass während der ersten Einsätze jederzeit und sofort erfahrene Kurierfahrende erreichbar sind. Das Gefühl, nicht ganz allein unterwegs zu sein, reduziert den Stress für die Unerfahrenen.

Den Druck durch Unterstützung abfedern

Hoher Zeitdruck ist im Arbeitsalltag der grösste Risikofaktor für die Verkehrssicherheit und unsere Gesundheit. Um den Zeitdruck zu reduzieren, hält sich eine zweite Person im Hintergrund bereit, während die erste ihre Schicht fährt. Sobald das Auftragsvolumen zu hoch wird, kann die erste Person zeitnahe Unterstützung anfordern und die Aufträge mit der zweiten Person gemeinsam abarbeiten. 

Mit wachsender Erfahrung lernt man auch besser zu entscheiden, was gerade relevant ist und was warten kann. Die Konzentration im Strassenverkehr ist immer von höchster Priorität, auch in stressigen Situationen. Ein Telefon lassen wir deshalb während der Fahrt auch klingeln und rufen zurück, sobald es möglich ist.

Zwei Kurierfahrende mit Velohelmen beladen drei grosse Lastenräder mit Zügelkisten und machen sich für die Abfahrt bereit vor dem Hauseingang eines Mehrfamilienhauses, wo noch eine grosse zusammengebundene Matratze auf ihre Abholung wartet.
Schwere Güter sind für Kurierfahrende anspruchsvoll. Sie müssen die Güter zuerst rückenschonend auf die Lastenräder laden, die Ladung gleichmässig verteilen für eine gute Balance auf dem Rad und vor der Abfahrt testen, ob alles sicher befestigt ist.

Schwere Güter richtig handhaben

Unser Team weiss, wie wir körperliche Belastungen minimieren: Lasten aus den Beinen und mit geradem Rücken heben und kurze Dehnübungen vor dem Schichtbeginn. Dank unserem Rollwagen fahren wir die schweren Güter so nahe wie möglich ans Velo. So vermeiden wir anstrengendes Herumtragen so weit wie möglich und schonen unsere Rücken. Glücklicherweise ist unsere Kundschaft sehr hilfsbereit beim Abladen ihrer Lieferung. Es lohnt sich wirklich, einfach mal um Hilfe zu bitten, anstatt sich selbst zu überlasten.

Anhaltende Sicherheit der Velos

Neben dem Körper muss auch das Material den schweren Belastungen standhalten, deshalb ist die regelmässige Wartung der Bremsen besonders sicherheitsrelevant. Wir machen vor der Abfahrt auch einen kurzen 3-Punkte-Check. Wir testen, ob die Ladung richtig befestigt ist, der Lenker fest angezogen wurde und die Bremsen funktionieren. Diese kurze Kontrolle vor Abfahrt hilft, gefährliche Situationen auf dem Lastenrad zu vermeiden.

Gemeinsame Verantwortung im Team

In regelmässigen Check-ins können alle offen ansprechen, wo der Schuh gerade drückt. Als Team unterstützen wir uns gegenseitig, so dass auch mal jemand aus privaten Gründen eine Schicht abtauschen kann. Dadurch wird die Arbeit auch in stressigen Lebenssituationen nicht zu einer Überlastung. Denn wir wollen alle noch lange gesund und sicher durch Bern flitzen.